Ein Besuch im Moskauer Amateurfunkmuseum

Ende Oktober 2012 weilte Holger, DE2HOL, in Moskau. Dort besuchte er auch das Krenkel-Museum für Radiotechnik und Amateurfunk – ein Museum, wie es selten ist. Zu finden ist es nahe des Stadtzentrums, im Gebäude einer Schule. Selbige wurde vor kurzem geschlossen, doch das Museum wird mittelfristig noch an seinem bisherigen Standort verbleiben.

Sein Namenspatron – Ernst T. Krenkel, RAEM – dürfte wohl jedem Funkamateur bekannt sein und muß hier nicht näher vorgestellt werden. Im Museum werden Teile seines Nachlasses verwahrt, darunter auch ein Funkgerät amerikanischer Provenienz, mit dem er zuletzt gearbeitet hat.

Im ersten Raum des Museums befindet sich eine Ausstellung alter Militärfunkgeräte, vornehmlich aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der sowjetischen Epoche. Der zweite Raum ist dem Radiosport gewidmet, hier ist auch die Klubstation RK3F untergebracht. Im dritten Raum befindet sich eine Kollektion vornehmlich selbstgebauter AFu-Geräte; zugleich dient er als technisches Kabinett und Werkstatt. Im vierten und letzten Raum werden zahlreiche Rundfunk-, Fernseh-, Tonbandgeräte und sonstige Elektronik ausgestellt.

Der Empfang durch den Museumsleiter Jewgenij, UA3AJT, war überaus freundlich. Der Besucher erhält von ihm eine kostenlose Führung und kann die Exponate eingehend begutachten. Ein Eintrittspreis wird nicht erhoben. Fazit: Das Krenkel-Museum ist funkinteressierten Moskaubesuchern unbedingt zu empfehlen.

Zur Fotogallerie: Moskauer Amateurfunkmuseum

Adresse: Bernikovskaya nabarezhnaya 12, nächste Metrostation: Taganskaya, Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 18 Uhr, Internetseite: http://www.rrl-museum.cqham.ru

In Moskau existiert übrigens noch ein zweites Museum, welches sich vornehmlich der militärischen Kommunikationstechnik der beiden Weltkriege widmet. Es befindet sich auf einem Unternehmensgelände und ist nur nach Voranmeldung zu besichtigen.
Mehr unter http://www.rkk-museum.ru

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